"Non Personal Computer" - von fetten Mainframes und dünnen Clients...

Supercomputer

Forschungszentrum Jülich

Zusammengeschlossene Computersysteme mit tausenden Hochleistungs-Prozessoren füllen ganze Hallen und dienen der Realisierung unglaublicher Rechenleistungen. Supercomputer wie zum Beispiel JUGENE (Jülich Blue Gene) am Forschungszentrum Jülich simulieren hoch komplexe Vorgänge in der Teilchenphysik oder Biochemie. Es gibt einen regelrechten Kampf um die Spitzenpositionen auf der Liste der 500 schnellsten Computer (englisch).

Mainframe-Computer

IBM Mainframe

Leistungsfähige Großrechner in Großbetrieben, Rechenzentren von Banken, Versicherungen, Fluggesellschaften, öffentlicher Verwaltung etc. Weniger die Rechengeschwindigkeit, als die gigantischen Speicherkapazitäten und die hohe Zahl gleichzeitiger Zugriffe und hoher Datendurchsatz sind für ein solches System charakteristisch. Zudem sind solche Systeme hochgradig redundant aufgebaut. Das bedeutet, dass bei Ausfall ein oder mehrerer Komponenten andere Komponenten deren Aufgabe übernehmen können und das System auch gewartet werden kann, ohne dass es heruntergefahren werden muss. Ein Mainframe ist also praktisch ein zentrales, hochgradig redundantes Server-System.

Nein, keine Kühlschränke, sondern Mainframes

Zugiff

Früher waren die Arbeitsstationen keine selbständigen Computer, sondern lediglich "dumme Terminals". Alle Programme, Rechenleistung und Speicherplatz wurden vom Mainframe zur Verfügung gestellt. Heute stehen normalerweise eigenständige PC's/Clients an den Arbeitsplätzen, die über entsprechende Software auf ein oder mehrere Mainframes zugreifen können, aber auch eigene Anwendungen ausführen können.

In den letzten 20 Jahren wurden die Mainframes durch dezentralisierte Client/Server-Systeme immer weiter zurückgedrängt. Doch in entsprechend großen Unternehmen/Institutionen findet man Mainframes nach wie vor.

Server

verschiedene Server Computer

Im Prinzip kann fast jeder Computer ein Server sein - vom Mainframe im Großbetrieb bis zum Notebook im Heimnetzwerk. Ein Server ist ein Computer, der Daten zur Verfügung stellt. Dazu muss dieser Computer lediglich mit entsprechender Server-Software ausgestattet und an ein Netzwerk angeschlossen sein. Ein PC im Heim oder Firmennetzwerk, Ein Mainframe in der Versicherungszentrale oder ein kleiner spezieller Computer als Webserver - alleine oder mit vielen anderen kleinen Webservern in so genannten Serverfarmen zusammengepfercht. Zugegriffen wird auf diese Daten von einem anderen Computer aus (dem so genannten Client) - z.B. von einem PC über das Internet oder Firmennetzwerk, oder mit einem Thin-Client (unten beschrieben).

Spezielle Server-Computer sehen oft ähnlich aus wie ein Stand-PC oder sie sind als flache Geräte ausgeführt, die man übereinander in ein Rack (Geräteschrank) schrauben kann. Im Gegensatz zu einem PC sind diese Computer auf die Aufgabe als Server optimiert, z.B. oft mit mehreren Festplatten bestückt, auf denen die identischen Daten vorliegen, falls eine Festplatte ausfällt (Redundanz). Arbeitsspeicher und Prozessorleistung haben solche Server oft weniger, weil auf ihnen keine rechenaufwenigen Programme ausgeführt werden. Server müssen der Aufgabe gewachsen sein, 24 Stunden am Tag große Datenmengen übertragen und viele gleichzeitige Zugriffe verarbeiten zu können.

In einem Netzwerk aus mehreren PCs kann jeder der Computer gleichzeitig Server und Client sein.

Netzwerk-Computer (NCs) / Thin Clients

Thin Client

Die moderne Form eines Terminals. Als Thin-Client bezeichnet man einen kleinen, platzsparenden Computer, der ohne eigene Festplatte und sonstige Laufwerke (die Software wird in einem Flash-ROM Chip gespeichert bzw. im Betrieb vom Server bezogen und in den Arbeitsspeicher geladen) sowie der allernötigsten Hardware auskommt, um als Terminal an einem Server zu fungieren. Nur die Programme zum Zugriff auf den Server (Webbrowser oder spezielle Terminalanwendungen) sowie z.B. die grafischen Berechnungen zur Darstellung am Monitor werden vom Thin-Client selbst ausgeführt (deshalb ist er kein "dummer Terminal") - die eigentlichenen Aufgaben laufen am Server selbst ab.

Einer der Hauptvorteile ist, das Thin-Clients zentral konfiguriert und verwaltet werden können (z.B. zentrales Softwareupdate aller Thin Clients im Unternehmen). Dadurch entfällt der hohe Wartungsaufwand von Komplett-PCs am Arbeitsplatz ("wann kommt den endlich der Admin, bei mir geht schon wieder nix mehr..."). Außerdem sind Thin Clients sehr energiesparend und produzieren wenig Hitze und keinen Lüfterlärm. Nachteile ergeben sich eventuell durch geringere Flexibilität und mögliche Verlangsamung bei Anwendungen, bei denen große Datenmengen zwischen Thin Client und Server hin- und hergeschickt werden müssen.

Je nach Ausstattung und Fähigkeiten gibt es auch so genannte "Rich-Clients", "Fat-Clients", "Smart-Clients", "Ultra Thin Clients"...(???)

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