Software

Unter Software versteht man die Programme, die der (sonst nutzlosen) Hardware erst die Möglichkeit verleihen, bestimmte Funktionen ausführen zu können. Man unterscheidet zwischen Betriebssystem und Anwender-Programmen. ...Und dan gibt es noch AddOns bzw. PlugIns.

Elektronische Dokumente, Bilder, Musikdateien, etc. fallen nicht unter den Begriff Software, sondern Daten.

Das Betriebssystem

Ohne Betriebssystem können Anwender-Programme weder installiert noch ausgeführt werden. Das Betriebssystem ist die Basis-Software, die den Computer erst zu einem funktionierenden Gerät macht. Es wird während des Startvorgangs ("Booten") in den Arbeitsspeicher geladen. Es kann immer nur ein Betriebssystem auf einem Computer ausgeführt werden. Auch Handys, Videorecorder, die Fahrwerkselektronik eines modernen Autos oder eine moderne Waschmaschine, etc. benötigen ein Betriebssystem (Gott sei Dank läuft nicht alles unter Windows ;-).

1. Komponente (arbeitet im Hintergrund):

  • Verwaltung des Speicherplatzes (Festplatten, Virtueller Speicher, etc.), Dateizugriff
  • Zuweisung von Arbeitsspeicher
  • Multitasking: Aufteilung der Prozessorleistung auf verschiedene Programme
  • Schnittstelle von Soft- und Hardware (Ein- und Ausgabe koordinieren, Peripheriegeräte verwalten)
  • Dateizuordnung (Welcher Dateityp wird mit welchem Programm geöffnet?)
  • Kommunikation mit anderen Computern über ein Netzwerk

Zu viele gleichzeitig geöffnete Programme können die Leistungsfähigkeit des Computers stark einschränken. Ist der Computer in seinen Reaktionen bereits spürbar verlangsamt, sollten Programme beendet werden, die nicht unmittelbar benötigt werden.

Im Taskmanager kann man auch Prozesse beenden, die im Hintergrund ablaufen. Da sollte man aber schon genau wissen, was man tut!

2. Komponente (Dialog mit dem Benutzer):

  • Starten, Beenden, Wechseln von Programmen, Fehlerbehandlung (Beenden abgestürzter Programme)
  • Zugriff auf Speichermedien, Dateioperationen
  • Zugriff auf Einstellungen der Hardware, Systemeinstellungen
  • Zusatzprogramme zur Wartung des Systems

 zum Aufklappen: Liste einiger Betriebssysteme

Anwender-Programme

Anwender-Programme gibt es inzwischen wohl für jeden vorstellbaren Anwendungsbereich. Von allgemein üblichen Programmen wie z.B. Textverarbeitungsprogrammen oder Internetbrowsern bis zu sehr spezialisierten branchenspezifischen Lösungen für einen kleinen Anwenderkreis. Hier die üblichsten Kategorien und Beispiele:

 zum Aufklappen: einige bekannte Programme

AddOns und PlugIns

Die Begriffe AddOn und PlugIn bezeichnen Programme, die nicht alleine lauffähig sind, sondern andere Programme um zusätzliche Funktionen erweitern.

Apps

Statt Programm oder Anwenderprogramm verwendet man gerne das fachmännischere Wort Applikation. Die Ankürzung App hat sich als Begriff für die Programme auf Smartphones und Tablets wie dem iPad von Apple etabliert (...nanu... "App" steckt ja auch in "Apple"...).



Software erwerben

Benutzer-Lizenz
Software unterliegt dem Urheberrechtsgesetz. Erwirbt man Computerprogramm, so kauft man eigentlich nicht das Programm, sondern lediglich die Erlaubnis (Benutzer-Lizenz / User-Lizenz), dieses an einem einzelnen Computer (evtl. PC + Laptop) benutzen zu können.
Shareware:
Gratis Demo-Version ("Trial-Version") eines Programms. Entweder zeitlich begrenzt einsetzbar oder sie sind in ihrem Funktionsumfang begrenzt (z.B. Speichern nicht möglich).
Manche Sharewareprogramme enthalten auch lediglich einen Hinweis darauf, daß man ab einem bestimmten Zeitpunkt eine kostenpflichtige Lizenz erwerben soll - bleiben aber voll funktionsfähig.
Freeware:
Völlig gratis erhältliche Software. Oft bieten Firmen auch abgespeckte Versionen ihrer Programme als Gratisversionen an. Manchmal basiert Freeware tatsächlich auf reinem Idealismus, manchmal erhöhen Firmen so ihren Bekanntheitsgrad und Marktanteil, oft verdienen die Hersteller aber auch an den Nebenprodukten (z.B.Werbung, Merchandising Produkten - z.B. bei Spielen).
GPL - General Public Licence (Open Source Programme):
Diese Lizenzform erlaubt das Kopieren und Weiterverbreiten sowie das Verändern des Programms. Der Quellcode muß hier allerdings immer veröffentlicht werden (bzw. erhältlich sein) und auch die veränderte Software muß der GPL unterliegen. Diese Freiheiten besagen allerdings nicht (!), dass das Programm gratis erhältlich sein muß. Man denke beispielsweise an die verschiedenen Distributionen des "GPL-Betriebssystems " Linux, die sehr wohl etwas (wenn auch verhältnismäßig wenig) kosten. Übersetzung der GPL ins Deutsche

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